Nordwand bei Oire Szene

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Allerliebstes „Oire Szene“-Team,

dass ihr endlich wieder online seid ist ein Grund zur Freude, wurden wir doch zuletzt in einem Interview zum Thema „Grauzonendiskussion“ befragt und sprachen euch in diesem Zusammenhang unseren herzlichen Dank für eure fundierte und objektive Aufklärung aus. Leider mussten wir kurz darauf feststellen, dass ihr plötzlich und völlig überraschend durch die Repressalien unseres Rechtsystems zum Schweigen gebracht wurdet. Zum Glück lasst ihr euch aber nicht unterkriegen. So kamen wir vor einigen Tagen in den Genuss, euren Artikel über das Orgasmatron Leipzig bzw. Chaoz Concerts, geschrieben Ende August, zu lesen. Dabei erfuhren wir u.a., dass wir offenbar eine recht(soffen)e und/oder RAC-Band sind.

„Nachdem die Grauzonenschäflein ungestört jahrelang im „Conne Island“ abfeiern durften, sind sie jetzt so selbstbewusst geworden, dass sie lieber gleich eigene Läden aufziehen – wie aktuell das „Orgasmatron“ (früher „Lokomotion“) in der Nähe des Connewitzer Kreutzes – um ungestört Ihre Grauzonen- und Rechtsrockkonzerte veranstalten zu können. Die „Orgasmatron“-Betreiber veranstalten zusammen mit der „Chaoz Concertz Crew“ (besteht bereits seit 2001) seit Anfang 2010 regelmäßig Konzerte aus der Grauzone bzw. dem RAC-Bereich. Zwischendrinn finden dann auch Mal unverdächtige „Reggae“–, „Hip Hop“– „Dancehall“ oder auch „80er Jahre“-Partys statt. Bisher traten u.a. folgende Bands auf:

10.4.2010: „Unantastbar“ (fand scheinbar nicht statt?), „Scharmützel“ und „Saitenfeuer“
24.04.2010: „§159″ und „Lammkotze“
4.6.2010: „Nordwand“ u.a.“, Quelle: oireszene.blogsport.de

Wir waren zutiefst erschüttert über diese Tatsache und überlegten, wie wir am effektivsten Buße tun könnten und entschlossen uns dazu, euch etwas Arbeit abzunehmen und einen Artikel zu verfassen, der unsere Zugehörigkeit zur Grauzone dokumentiert und stichhaltig belegt:

Die Ost-Berliner Band „NORDWAND“ wurde im Jahre 2007 im rechten Szenebezirk Marzahn/Hellersdorf gegründet. Die Mitglieder gaben sich Künstlernamen, alle benannten sich in Anlehnung an Landser-Sänger Michael „Lunikoff“ Regner nach Vodka-Marken. Ihre Songs sind bis auf ein, zwei Punkrock-Cover allesamt bei einschlägig bekannten Rechtsrock-Bands (u. a. Landser, Sleipnir, Endstufe, Kategorie C)  geklaut, einzig die Texte wurden verändert.

Unter dem Deckmantel der vermeintlichen Recherche konsumierte Sänger „TipWodka“ (inzwischen umbenannt in „Schorsch Klunikoff“) Hunderte von Rechtsrock-Songs, was darauf schließen lässt, dass er entweder Kontakte zur rechten Szene pflegt oder aber eine Internet-Flatrate hatte, die ihm den Zugriff auf die volksverhetzenden Medien ermöglichte. Er und seine Bandkollegen verkehrten über Jahre in der Berliner Grauzone-Kneipe „Amnesie“, in der sie auch mehrfach auftraten. Zudem belegt ein Foto, welches NORDWAND-Sänger Klunikoff sogar bei Myspace in seinen Alben öffentlich zur Schau stellt, dass Kluni Stomper 98-Sänger Sebi, der sich wiederum irgendwann mal mit Endstufe-Sänger Brandy hat fotografieren lassen, offenbar persönlich kennt. Bis zum eigenen Foto mit Brandy fehlt also nicht viel! Bei der letzten Tour von Stomper 98 mit Volxsturm u.a. war zudem Gitarrist „Ciroc“ als Roadie von Stomper tätig.

Im Laufe der letzten Jahre spielten sie auf diversen Grauzone-Konzerten und –Festivals, traten bereits mit den Bands Trabireiter, Gumbles, Pflanzer, Riot Company, Berliner Weisse und Rotz&Wasser auf und spielten in diesem Jahr mehrfach auf Veranstaltungen des umtriebigen Bernd von Puke Music sowie auf den Grauzone-Festivals „Resist to Exist“ und „Spirit from the Street“.

Im Oktober 2009 erschien das Debüt-Album „Das Pinke Album“, welches trotz Gastauftritten von Vertretern der politisch linken Punk-Kapellen „Fluchtweg“ und „Zusamm-Rottung“ die Grenzen der political incorrectness klar überschritt. Die Texte sind stumpf, primitiv und geschmacklos, handeln von Völkermord („Volk geh’ drauf“), Gewalt (Noitral-Radikal“), abartigen sexuellen Vorlieben („Ommi, Ommi“) und Tierquälerei („In der Spree und in der Oder“), der bekannteste Song „So sind wir“ ist eine Aneinanderreihung homophober Klischees. Zwar gibt die Band ihrerseits vor, Satire zu betreiben, uns ist das Lachen aber schnell vergangen!

2 Antworten

  1. bierfan1962

    Zwar verdammt lang her, seit Veröffentlichung dieses Statements, aber mir fließen die Tränen vor Lachen!

    Stark! Oi!

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